Von Lukla zum Everest Base Camp 5.364 m

Der Everest Base Camp Trek ist eine legendäre Hochgebirgstour, die von Lukla aus in 10 - 14 Tagen durch den Sagarmatha-Nationalpark zum Fuß des höchsten Berges der Welt führt. Auf dem Weg durchquert man eine faszinierende Hochgebirgslandschaft und besucht die lebendige „Sherpa-Hauptstadt“ Namche Bazaar, die in vielen Terrassen in den Hang gebaut wurde. Dort gibt es Cafés, Märkte und Ausrüstungsgeschäfte.

Die Anreise nach Lukla erfolgt meist mit dem Flugzeug von Kathmandu. Der Hillary-Tenzing Airport in Lukla gilt als einer der spektakulärsten Flughäfen weltweit mit einer extrem kurzen Landebahn am Berghang.

Die Route bietet spektakuläre Ausblicke auf ikonische Gipfel wie den Ama Dablam und führt am riesigen Khumbu-Gletscher entlang bis auf eine Höhe von 5.364 Metern. Eine besondere Herausforderung ist dabei die dünne Luft, weshalb Akklimatisierungstage in Orten wie Namche Bazaar und Dingboche wichtig sind. Wer am Ende auf dem Aussichtspunkt Kala Patthar in 5.580 m Höhe steht, wird mit einem unvergleichlichen Panorama auf den Mount Everest belohnt.

Everest Base Camp - Tag 1

Start: Lukla (4.336 m)
Ziel: Phakding (2.635 m)
Höhenunterschied: 220 m
Länge: 8,5 km, Dauer: 4–5 Stunden

Lukla ist der Ausgangspunkt für die meisten Trekking-Reisenden und Gipfelaspiranten in der Khumbu-Region. Hier werden die Yaks beladen, Träger werden organisiert, die letzten Einkäufe getätigt und die Tour kann beginnen. Am ersten Tag auf dem Weg zum Everest Base Camp geht es nach Phakding. Das Dorf liegt auf einer geringeren Höhe als Lukla, so dass man sich langsam der ungewohnten Höhe anpassen kann. Es geht durch Rhododendron- und Magnolienwälder vorbei an vielen kleineren Ortschaften und Lodges.

Everest Base Camp - Tag 2

Start: Phakding (2.635 m)
Ziel: Namche Bazar (3.440 m)
Höhenunterschied: 840 m
Länge: 10 km, Dauer: 5 Stunden

Der Weg von Phakding nach Namche Bazar fordert zum ersten Mal die Kondition. Nach 2 bis 3 Stunden erreicht man die Grenze des National Parks, für den ein Permit notwendig ist, das man sich bereits in Kathmandu besorgt hat.
Dem Tal folgend kommen immer mehr Eisriesen ins Blickfeld, wie z.B. der Thamserku (6.623 und nach 1 Stunde erreicht man an die Hillary-Bridge, die exponierteste von mehreren Stahlseilbrücken, die man überqueren muss. Danach beginnt ein steiler Anstieg, den man langsam angehen sollte, bis man die ersten Häusern von Namche Bazar ewrreicht. Der freundliche Ort liegt geschützt in einem Kessel, die Gebäude mit den bunten Dächern wurden auf Terrassen angelegt, die sich den Hang hochziehen. Der Ort bietet sich für einen Ruhetag an.

Everest Base Camp - Tag 3

Start: Namche Bazar (3.440 m)
Ziel: Tengboche (3.843 m)
Höhenunterschied: 700 m
Länge: 8 km, Dauer: 4–5 Stunden

Der Weg folgt dem Khumbutal nach Tengboche, einer buddhistische Klosterstadt und religiösen Zentrum der Khumbu-Region. Alternativ kann man den etwas längeren Weg über Khumjung wählen, der inoffiziellen Hauptstadt des Sherpavolkes. Der Ort besitzt auch eine kurze Landebahn, die aber hauptsächlich bei medizinischen Notfällen genutzt wird. In Tengboche kann man das Kloster besichtigen und an der täglichen Klosterzeremonie der Mönche teilnehmen.

Everest Base Camp - Tag 4

Start: Tengboche (3.843 m)
Ziel: Pheriche (4.238 m) oder Dingboche (4.410 m)
Höhenunterschied: 500 or 700 m
Länge: 2 km, Dauer: 4-5 Stunden

Von Tengboche läuft man parallel zum Imja-Khala-Fluß in Richtung Pangboche. Es lohnt sich der Besuch des Klosters im oberen Teil von Ortschaft. Es ist das älteste Kloster im Tal und sehr gut erhalten. Von Pangboche geht es nun stetig aufwärts bis nach Pheriche. Die Landschaft verändert sich auf diesem Weg zunehmend. Die Vegetation wird immer spärlicher und die Temperaturen fallen mit steigender Höhe. In Pheriche gibt es eine Krankenstation. Pheriche liegt landschaftlich sehr schön an einem Fluss und rundumherum erheben sich viele 6000er. Alternativ kann man noch einige Höhenmeter aufsteigen und in Dingboche übernachten. Von dort kann am nächsten Tag zur Akklimatisation der Nangkartshang Peak (5.083 m) bestiegen werden. Der Gipfel gilt als einer der besten Aussichtspunkte im Khumbu-Gebiet.

Everest Base Camp - Day 5

Start: Pheriche (4.238 m)
Ziel: Lobuche (4.920 m)
Höhenunterschied: 750 m
Länge: 9,8 km, Dauer: 4–5 Stunden

Von Pheriche geht es zunächst hoch auf einen Bergrücken. Der folgende Hang wird fast immer auf gleicher Höhe bleibend gequert. Dann folgt ein steiler Aufstieg zum Thukla-Pass mit den Gedenkstätten für verunglückte Bergsteiger. Einige Tor-Chorten oder „Khagan Chorten“ (Khanggani = Tür), bei denen der Unterbau als Durchgang dient, wurden für Opfer des Mount Everest errichtet. Nach dem Pass geht es wieder etwas gemächlicher, aber immer leicht ansteigend weiter, bis man schließlich in einer Höhe von 4.920 Metern Lobuche erreicht.

Everest Base Camp - Tag 6

Start: Lobuche (4.920 m)
Ziel: Gorak Shep (5.164 m)
Höhenunterschied: 350 m
Länge: 4,5 km, Dauer: 3 Stunden

Der Weg von Lobuche nach Gorak Shep steigt gleichmäßig aber stetig an. Allerdings macht sich die dünne Luft nun immer mehr bemerkbar und man wird deutlich langsamer. Nach ca. 2-3 Stunden erreicht man Gorak Shep. Der Weg führt immer am Rande des Khumbugletschers entlang. Der Gletscher ist zu Beginn fast vollständig mit Geröll überdeckt ist. Aber je höher man steigt, desto mehr Eis kommt zum Vorschein. Gorak Shep ist die letzte dauerhaft bewohnte Siedlung vor dem Base Camp. Die Ortschaft besteht nur aus wenigen einfachen Lodges und ist Ausgangspunkt für das Everest Base Camp und den Kala Patthar, den bekannten Aussichtsgipfel auf den Mount Everest.

Everest Base Camp - Tag 7

Start: Gorak Shep (5.164 m)
Ziel: Kala Patthar (5.545 m)
Höhenunterschied: 380 m
Länge: 1 km, Dauer: 2 Stunden

Start gegen 5 Uhr morgens um den Sonnenaufgang am Kala Patthar mit dem besten Blick direkt auf den Everest zu sehen. Vom Kala Patthar blickt man direkt in das Labyrinth aus Eis und Spalten, das Bergsteiger auf dem Weg zum Everest-Gipfel durchqueren müssen.

Alternativ kann man dem Tal weiter folgen um bis zum Everest Base Camp aufzusteigen, dass sich über einen Kilometer auf dem Khumbu Gletscher erstreckt.

Der Rückweg nach Lukla wird oft schneller in 3 bis 4 Tagen zurückgelegt, wobei man Etappen wie Pheriche und Namche Bazaar einplant.

Tour in der interaktiven 3D-Karte