Lobuche Peak 6.090 m
Die Besteigung des Lobuche East (6.119 m) ist ein deutlicher Schritt nach oben im Vergleich zu den Wanderungen auf den Nangkartsang oder Gokyo Ri. Er gilt als einer der beliebtesten „Trekking Peaks“ Nepals, erfordert aber echte bergsteigerische Fähigkeiten und Ausrüstung.
Es gibt zwei Gipfel: den Lobuche West (schwieriger, Expeditionsberg) und den populären Lobuche East. Dieser wird oft als Vorbereitungsgipfel für den Island Peak oder für den Mount Everest genutzt, da man hier die Abläufe am Fixseil in großer Höhe trainieren kann.
Der Lobuche East ist eine technisch mittelschwere Hochtour. Erfahrung im Gehen mit Steigeisen, Umgang mit dem Eispickel und am Fixseil (Jumar-Technik) ist notwendig.
Lobuche Peak - Tag 1
Start: Lobuche (4.920 m)
Ziel: High Camp (ca 5.200 m)
Höhenunterschied: 350 m
Länge: 3,4 km, Dauer: 2–5 Stunden
Von der Siedlung Lobuche aus wanderst du zunächst in Richtung Südwesten. Der Weg führt über felsiges Gelände und eine markante Felsplatte (die „Lobuche Slab“).
Das High Camp liegt oft an einem kleinen versteckten See. Hier verbringst du eine kurze, kalte Nacht im Zelt.
Lobuche Peak - Tag 2
Start: High Camp (5.200 m)
Ziel: Lobuche East Peak (6.090 m)
Höhenunterschied: 900 m
Länge: 2 km, Dauer: 6-8 Stunden
Ein sehr früher Aufbruch um 1 oder 2 Uhr morgens ist wichtig, um den Gipfel bei stabilem Wetter zu erreichen. Der erste Teil führt über steile Felsstufen und loses Geröll. Sobald man die Schneegrenze erreicht, werden Steigeisen angelegt und man seilt sich an. Die steileren Passagen (ca. 45 bis 50 Grad) auf dem Weg zum Südgrat sind oft mit Fixseilen gesichert. Von hier aus führt ein mäßig steiler Grat weitere 200 Höhenmeter hinauf, über den falschen Gipfel bis auf den Ostgipfel.
Der „Trekking-Gipfel“ ist ein scharfer Gratabschnitt. Der Blick von hier oben ist atemberaubend: Du stehst dem Mount Everest, Lhotse, Nuptse und der Ama Dablam fast auf Augenhöhe gegenüber.